Ist Asche als Streumittel für Vierbeiner unbedenklich?
Im Winter stellt sich für viele Tierhalter:innen die Frage, womit Wege und Höfe bei Schnee und Eis rutschfest gemacht werden können – ohne den Tieren zu schaden.
Immer wieder hört man, dass Holzasche als Streumittel verwendet wird. Doch ist das wirklich eine gute Idee?
🔥 Warum Asche problematisch sein kann
Holzasche ist stark basisch. Je nach Herkunft und Verbrennungstemperatur liegt ihr pH-Wert oft zwischen 10 und 13.
Das kann für Tiere mehrere Nachteile haben:
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Reizung der Pfotenballen: → Austrocknung, Brennen, Rissbildung
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Gefahr beim Ablecken: → Reizung von Maul, Zunge und Magen
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Staubentwicklung: → Augen- und Atemwegsreizungen
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Durch die ungleichmäßige Zusammensetzung ist die Wirkung schwer einschätzbar
🐾 Warum Asche früher trotzdem genutzt wurde
Früher wurde Asche auf Höfen oder Wegen oft als Notlösung eingesetzt – einfach, weil sie verfügbar war und nichts extra kostet.
Dabei stand jedoch nicht das Tierwohl, sondern die reine Rutschhemmung im Vordergrund. Was früher üblich war, ist aus heutiger Sicht nicht automatisch gut und / oder tiergerecht.
🐾 Ist das überhaupt noch erlaubt (Niederösterreich)?
In Niederösterreich ist die Verwendung von Asche als Winter-Streumittel nicht erlaubt, wenn es um öffentliche Wege oder Straßen geht. Das ergibt sich aus lokalen Winterdienst-Vorschriften, die auch in St. Pölten und anderen Gemeinden gelten: dort ist die Nutzung von bestimmten abstumpfenden Streumitteln wie Schlacke, Asche, Quarzsand usw. ausdrücklich verboten, genauso wie eine Reihe anderer Materialien:
Winterdienstverordung St.Pölten
👉 Diese Regelung dient dem Schutz von:
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Personen (Verkehrssicherheit)
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Umwelt (Boden, Pflanzen)
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Tieren (Pfoten, Natur)
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Infrastruktur
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